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Feigenbaum schneiden: Wann und wie schneidet man ihn richtig?
Ein Feigenbaum kann kräftig wachsen, sobald er sich an einem sonnigen Standort etabliert hat. Ohne gelegentlichen Rückschnitt wird die Krone schnell dicht, der Baum nimmt mehr Platz ein als gewünscht und die Ernte wird schwieriger. Einen Feigenbaum zu schneiden hilft dir, seine Größe zu kontrollieren, beschädigte oder ungünstig wachsende Äste zu entfernen und eine offene, übersichtliche Krone zu erhalten. Der richtige Zeitpunkt spielt dabei eine wichtige Rolle. In diesem Ratgeber erfährst du, wann du einen Feigenbaum schneiden solltest, welche Äste entfernt werden können, wie stark du zurückschneiden darfst und wie der Schnitt zur allgemeinen Pflege des Feigenbaums passt.
Das lernst du in diesem Ratgeber
Wann sollte man einen Feigenbaum schneiden?
Bei einem etablierten Feigenbaum führst du den größeren Formschnitt am besten während der Ruhephase durch, bevor im Frühjahr das kräftige Wachstum beginnt. Vermeide es, bei starkem Frost zu schneiden. Ein trockener, frostfreier Zeitraum gegen Ende des Winters oder zu Beginn des Frühjahrs ist in der Regel besser geeignet.
Der genaue Zeitpunkt hängt von deinem Standort, dem Wetter und dem Zustand des Baumes ab. Das Ziel ist, den Feigenbaum zu schneiden, solange das Wachstum noch weitgehend ruht, ohne frische Schnittstellen unnötig starkem Winterwetter auszusetzen.
Kann man einen Feigenbaum im Sommer schneiden?
Ja, allerdings sollte der Sommerschnitt normalerweise deutlich leichter ausfallen. Du kannst unerwünschte Triebe entfernen, besonders kräftiges Wachstum begrenzen und die Krone übersichtlich halten. Kürze aber nicht automatisch jeden neuen Trieb, da du dabei auch fruchttragendes Wachstum entfernen kannst.
Feigenbaum schneiden: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Bevor du mit dem Schneiden beginnst, betrachte den Baum zunächst aus etwas Abstand. Überlege, welche Äste das Grundgerüst bilden und welche Zweige die Krone unnötig verdichten. Ein Feigenbaum muss nicht vollkommen symmetrisch sein. Entscheidend ist eine gesunde und gut zugängliche Struktur.
1. Tote und beschädigte Äste entfernen
Beginne mit Ästen, die eindeutig abgestorben, abgebrochen oder beschädigt sind. Wenn du diese zuerst entfernst, kannst du die verbleibende Struktur des Baumes wesentlich besser beurteilen.
Achte außerdem auf Äste, die aneinander reiben. Durch die ständige Reibung kann die Rinde beschädigt werden. In diesem Fall ist es meist sinnvoll, den besser positionierten Ast zu behalten und den ungünstig wachsenden zu entfernen.
2. Nach innen wachsende und sich kreuzende Äste schneiden
Suche anschließend nach Trieben, die direkt in die Mitte der Krone wachsen, sowie nach Ästen, die andere Zweige kreuzen. Durch das gezielte Entfernen einzelner Äste wird die Krone offener und du kannst später auch die Feigen leichter erreichen.
Entferne einen Ast nicht nur deshalb, weil der Baum viele davon besitzt. Jeder Schnitt sollte einen klaren Zweck haben: die Struktur verbessern, die Größe begrenzen, beschädigtes Holz entfernen oder verhindern, dass sich Äste gegenseitig behindern.
3. Lange und unerwünschte Triebe kürzen
Hat dein Feigenbaum sehr lange Triebe gebildet, kannst du ausgewählte Äste kürzen, damit die Krone innerhalb des verfügbaren Platzes bleibt. Arbeite mit sauberen Schnitten und lasse keine unnötig langen Aststummel stehen.
Bei einem jungen Feigenbaum solltest du zurückhaltender schneiden. Ein junger Baum muss zunächst ein stabiles Grundgerüst aus gesunden Ästen entwickeln. Forme ihn deshalb schrittweise, anstatt bereits beim ersten Schnitt die endgültige Form erzwingen zu wollen.
4. Unerwünschte Triebe am Stamm und an der Basis entfernen
Feigenbäume können kräftige neue Triebe im unteren Bereich oder rund um die Basis bilden. Wenn diese nicht zur gewünschten Form gehören, solltest du sie entfernen, solange sie noch relativ dünn und gut erreichbar sind.
Kontrolliere den Baum auch während der Wachstumsperiode. Einen unerwünschten jungen Trieb zu entfernen ist wesentlich einfacher, als später einen dicken verholzten Ast schneiden zu müssen.
Wie kann man einen Feigenbaum klein halten?
Ein Feigenbaum kann mit ausreichend Platz eine beachtliche Größe erreichen. Wenn du deinen Feigenbaum klein halten möchtest, sind regelmäßige leichte Rückschnitte meist sinnvoller, als ihn jahrelang wachsen zu lassen und anschließend sehr stark zurückzuschneiden.
Erhalte ein übersichtliches Grundgerüst aus Hauptästen und kürze oder entferne kräftige Triebe, die deutlich über die gewünschte Form hinauswachsen. Berücksichtige außerdem den Standort. Ein Feigenbaum direkt an einer Mauer, einem Zaun oder einem schmalen Gartenweg muss stärker in seiner Größe kontrolliert werden als ein frei stehender Baum mit ausreichend Platz.
Auch ein Feigenbaum im Topf muss gepflegt und geschnitten werden. Entferne abgestorbene und ungünstig positionierte Zweige und kürze übermäßig lange Triebe, wenn dies notwendig ist, um die Pflanze ausgewogen zu halten.
Welches Werkzeug brauchst du zum Schneiden eines Feigenbaums?
Welches Werkzeug geeignet ist, hängt vor allem von der Stärke der Äste ab. Dünne junge Triebe kannst du mit einer normalen Gartenschere schneiden. Bei dickeren Ästen können eine Akku-Astschere oder eine kompakte Säge die Arbeit deutlich erleichtern.
Achte unabhängig vom Werkzeug auf saubere und scharfe Schneiden. Ein kontrollierter, sauberer Schnitt ist besser, als einen Ast mit einem zu kleinen oder stumpfen Werkzeug mehrfach zu quetschen oder einzureißen.
Für Äste bis 30 mm
Die Batavia MAXXPACK 18V Brushless Akku-Astschere 30 mm eignet sich für Schnittarbeiten an Sträuchern, Obstbäumen und anderen Pflanzen im Garten. Mit einer angegebenen Schnittkapazität von bis zu 30 mm ist sie besonders praktisch, wenn du mehrere stärkere Feigenbaumäste schneiden möchtest und eine manuelle Gartenschere viel Kraft kosten würde.
Für dickere Äste am Feigenbaum
Ist ein Ast zu dick für die Astschere, solltest du nicht versuchen, ihn mit Gewalt durchzuschneiden. Verwende stattdessen ein Werkzeug, das für größere Schnittdurchmesser ausgelegt ist.
Die Batavia 18V Nexxsaw Kompakt Akku-Kettensäge V2 ist für kompakte Säge- und Schnittarbeiten geeignet und kann deshalb bei stärkeren verholzten Ästen eine sinnvolle Alternative zur Astschere sein. Bei einem Feigenbaum ist ein solches Werkzeug vor allem dann interessant, wenn du einen älteren Baum zurückschneidest oder einen dickeren Ast entfernen musst.
Für dünne und junge Triebe ist eine einfache Gartenschere weiterhin völlig ausreichend. Wähle dein Werkzeug also immer nach dem tatsächlichen Durchmesser des Astes und nicht danach, welches Gerät am leistungsstärksten ist.
Wie stark darf man einen Feigenbaum zurückschneiden?
Feigenbäume können nach einem Rückschnitt kräftig neu austreiben. Das bedeutet jedoch nicht, dass du möglichst viel Holz entfernen solltest. Ein sehr starker Rückschnitt kann intensives neues Triebwachstum auslösen und gleichzeitig Äste entfernen, die für die Fruchtbildung wichtig gewesen wären.
Konzentriere dich bei der normalen Pflege zunächst auf totes oder beschädigtes Holz, sich kreuzende Äste, unerwünschte Triebe und einzelne Zweige, durch die der Baum zu groß oder zu dicht wird.
Ist ein alter Feigenbaum stark verwildert, kannst du ihn schrittweise verjüngen. Statt die gesamte Krone in einer Saison drastisch zu verändern, verteilst du größere strukturelle Eingriffe auf mehrere Schnittphasen. So kannst du besser beobachten, wie der Baum auf den Rückschnitt reagiert.
Kann man einen Feigenbaum durch Stecklinge vermehren?
Ja. Feigenbäume lassen sich über Stecklinge vermehren. Gesundes Schnittmaterial muss deshalb nicht automatisch im Gartenabfall landen.
Wähle gesundes, kräftiges und krankheitsfreies Material. Ein geeigneter Steckling sollte mehrere Knoten besitzen, denn an diesen Stellen können sich später Wurzeln und neue Triebe entwickeln. Setze den Steckling in ein geeignetes Substrat und achte darauf, dass er während der Wurzelbildung nicht austrocknet.
Das Vermehren über Stecklinge sollte deine eigentlichen Schnittentscheidungen jedoch nicht bestimmen. Schneide zuerst so, wie es für den Mutterbaum sinnvoll ist. Anschließend kannst du aus dem entfernten gesunden Material geeignete Stecklinge auswählen.
Wann sollte man Feigenbaum-Stecklinge schneiden?
Verholzte Stecklinge werden häufig während der Ruhephase gewonnen. Schütze junge Stecklinge vor starkem Frost und kontrolliere die Feuchtigkeit regelmäßig. Das Substrat sollte nicht vollständig austrocknen, aber auch nicht dauerhaft nass sein.
Feigenbaum nach dem Schneiden richtig pflegen
Nach dem Rückschnitt braucht dein Feigenbaum vor allem eine normale, ausgewogene Pflege. Achte auf ausreichend Licht, eine passende Wasserversorgung und einen Boden beziehungsweise ein Substrat mit guter Drainage.
Bei einem Feigenbaum im Topf solltest du die Feuchtigkeit häufiger kontrollieren, da das Substrat deutlich schneller austrocknen kann als Gartenboden. Vermeide gleichzeitig Staunässe.
Ein frisch geschnittener Feigenbaum braucht nicht automatisch große Mengen Dünger. Eine übermäßige Düngung kann kräftiges Blatt- und Triebwachstum fördern, obwohl du den Baum eigentlich kompakt halten möchtest.
Wann kann man einen Feigenbaum verpflanzen?
Einen etablierten Feigenbaum zu versetzen ist ein wesentlich größerer Eingriff als ein normaler Rückschnitt. Die Ruhephase ist für größere Pflanzarbeiten meist günstiger als eine Phase starken Wachstums. Wie gut sich der Baum verpflanzen lässt, hängt jedoch stark von seiner Größe, seinem Wurzelsystem und seinem Standort ab. Bei sehr großen, älteren Exemplaren kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Sicher einen Feigenbaum schneiden
Trage beim Schneiden robuste Arbeitshandschuhe und möglichst eine Schutzbrille, besonders wenn du innerhalb einer dichten Krone arbeitest. Feigenbäume geben an Schnittstellen einen milchigen Pflanzensaft ab, der die Haut reizen kann. Vermeide deshalb unnötigen Hautkontakt und wasche betroffene Hautstellen nach der Arbeit gründlich.
Halte deine freie Hand immer vom Schneidbereich fern. Bei Akku-Astscheren und Sägen solltest du den Akku entfernen, bevor du das Werkzeug reinigst, verklemmtes Material löst, Teile wechselst oder Wartungsarbeiten durchführst.
Bei Arbeiten mit einer Kettensäge sind außerdem geeignete Schutzkleidung, festes Schuhwerk sowie Augen- und Gehörschutz wichtig. Arbeite nicht auf einer instabilen Leiter und säge keine Äste in einer Position, in der sie auf dich fallen können. Beachte immer die Bedienungsanleitung des verwendeten Werkzeugs.
FAQ: Feigenbaum schneiden
Wann ist die beste Zeit, um einen Feigenbaum zu schneiden?
Den größeren Formschnitt führst du am besten während der Ruhephase durch, bevor im Frühjahr das kräftige Wachstum beginnt. Wähle möglichst einen trockenen und frostfreien Zeitraum. Kleinere Korrekturen und das Entfernen unerwünschter Triebe sind auch während des Sommers möglich.
Wie schneide ich einen Feigenbaum richtig?
Beginne mit abgestorbenen, beschädigten und sich reibenden Ästen. Entferne anschließend ausgewählte nach innen wachsende Triebe und Zweige, die die Krone unnötig verdichten. Verwende scharfes Werkzeug und entferne nicht ohne Grund große Mengen gesunden Holzes.
Kann man einen Feigenbaum im Sommer schneiden?
Ja. Im Sommer solltest du dich allerdings auf kleinere Korrekturen konzentrieren. Entferne besonders kräftige oder ungünstig wachsende Triebe und halte die gewünschte Form. Ein starker Sommerschnitt kann Fruchtansätze entfernen und zusätzliches Triebwachstum anregen.
Wie kann ich meinen Feigenbaum klein halten?
Regelmäßiges, leichtes Zurückschneiden ist meist die einfachste Methode. Erhalte ein übersichtliches Grundgerüst und kürze kräftige Triebe, bevor sie zu großen Ästen werden. Auch ein Feigenbaum im Topf lässt sich kompakter halten, benötigt aber weiterhin regelmäßige Pflege.
Wann kann ich einen Feigenbaum über Stecklinge vermehren?
Verholzte Stecklinge können während der Ruhephase gewonnen werden. Wähle gesundes Schnittmaterial mit mehreren Knoten und setze es in ein geeignetes Substrat. Halte es während der Wurzelbildung gleichmäßig feucht, aber vermeide dauerhaft nasse Erde und Staunässe.
Welches Werkzeug eignet sich für dickere Äste am Feigenbaum?
Verwende eine Astschere nur innerhalb ihrer vorgesehenen Schnittkapazität. Die Batavia 18V Brushless Akku-Astschere ist für Äste bis 30 mm ausgelegt. Für stärkere verholzte Äste kann eine geeignete Säge wie die kompakte Nexxsaw sinnvoller sein. Versuche niemals, einen zu dicken Ast mit Gewalt durch eine Astschere zu schneiden.
Fazit
Beim Feigenbaum schneiden geht es vor allem darum, eine gesunde und übersichtliche Struktur zu erhalten – nicht darum, möglichst viel Holz zu entfernen. Führe größere Formschnitte während der Ruhephase durch, entferne zuerst abgestorbene, beschädigte und ungünstig wachsende Äste und nutze den Sommer hauptsächlich für kleinere Korrekturen.
Für dünne Triebe reicht häufig eine normale Gartenschere. Bei mehreren stärkeren Ästen kann eine Akku-Astschere die Arbeit erleichtern, während für Äste außerhalb ihrer Schnittkapazität eine geeignete Säge die bessere Wahl ist. Arbeite kontrolliert, schütze deine Hände vor dem Pflanzensaft und verwende immer sauberes, passendes Werkzeug.
